Psychiatrie

Ergotherapie in der Psychiatrie behandelt Klienten aller Altersstufen mit psychiatrischen, neurotischen und psychosomatischen Störungen sowie Klienten mit Suchterkrankungen. Dies sind z. B. psychische Störungen im Kinder- und Jugendalter, neurotische Störungen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen, Depressionen, Schizophrenien, schizotype und wahnhafte Störungen, Essstörungen, affektive Störungen, dementielle Syndrome, hirnorganisches Psychosyndrom, Störungen bei Substanzmittelmissbrauch und Spielsucht.

Die grundsätzlichen Ziele der Ergotherapie in der Psychiatrie sind die Entwicklung, Verbesserung und der Erhalt von:

  • Psychischen Grundleistungsfunktionen wie Antrieb, Belastbarkeit, Ausdauer, Flexibilität und Selbständigkeit in der Tagesstrukturierung
  • Körperwahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung
  • Realitätsbezogenheit von Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Situationsgerechtem Verhalten, sozio-emotionalen Kompetenzen und Interaktionsfähigkeit
  • Kognitiven Funktionen
  • Psychischer Stabilität und von Selbstvertrauen
  • Eigenständiger Lebensführung und von Grundarbeitsfähigkeiten

Im Wesentlichen sind dabei vier ergotherapeutische Behandlungsansätze von Bedeutung:

Die kompetenzzentrierte Methode umfasst einen ergebnisorientierten Ansatz mit prozesshaften Anteilen, bei dem der Klient ausgewählte Techniken und Tätigkeiten ausführt, um verlorengegangene oder nicht vorhandene Fähigkeiten zu erlernen oder zu beüben. Bei der interaktionellen Methode handelt es sich um ein überwiegend prozessorientiertes Gruppenangebot. Dabei steht die Auseinandersetzung der Gruppe miteinander im Vordergrund. Die ausdruckszentrierte Methode beinhaltet einen prozessorientierten Ansatz, bei dem der Klient über kreativ zu gestaltende Angebote zur Auseinandersetzung mit seinen Gefühlen, seinem Erleben und Wünschen angeregt wird. Die lebensweltorientierte Methode stellt die individuelle Lebenswelt des Klienten in den Mittelpunkt.

Fachbereich Pädiatrie